Lammert (CDU) fordert Innenminister auf: Polizei muss in der Fläche erhalten bleiben

Polizeiinspektionen im Rhein-Lahn-Kreis dürfen nicht geschlossen werden

Rhein-Lahn-Kreis. "Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube", mit diesem bekannten Zitat reagiert der polizeipolitische Sprecher der CDU Landtagsfraktion und Diezer Landtagsabgeordnete Matthias Lammert auf die Aussagen von Innenminister Lewentz (SPD) zum angeblichen Erhalt der Polizeidienststellen im Rhein-Lahn-Kreis in der heutigen Ausgabe der RLZ.

Dort hatte Lewentz vermeldet, dass keine Dienststellen im Rhein-Lahn-Kreis geschlossen werden sollen.

Hinweise über weitere personelle Verschlechterungen in den Polizeidienststellen des Kreises lassen dem Landtagsabgeordneten Matthias Lammert (CDU) allerdings keine Ruhe.

Lammert: "Die derzeitigen Diskussionen auf Landesebene bzgl. der von der rot-grünen Landesregierung beabsichtigten Reduzierung der Polizeistärke auf rund 9000 Beamtinnen und Beamte begründen die berechtigten Befürchtungen einer weiteren Ausdünnung der Polizei in der Fläche".

Schon aktuell sind die einzelnen Polizeiinspektionen im Rhein-Lahn-Kreis (Bad Ems, Diez, Lahnstein und St. Goarshausen) personell unterbesetzt, insbesondere im so wichtigen Wechselschichtdienst ist dies zu spüren. Die Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten leisten schon heute herausragende Arbeit, aber aufgrund der zahlreichen zusätzlichen Aufgaben und Einsatzlagen sind die Kapazitätsgrenzen erreicht.

Lammert fordert daher den Innenminister auf, dass die vier Polizeiinspektionen im Rhein-Lahn-Kreis (Bad Ems, Diez, Lahnstein und St. Goarshausen) auch zukünftig bestehen bleiben müssen und zwar als eigenständige Polizeiinspektionen!

"Eine Abstufung einer der vier Polizeiinspektionen z.B. zu einer Polizeiwache darf nicht erfolgen und die CDU Rhein-Lahn erteilt solchen Ansinnen eine klare Absage", so Lammert auch in seiner Funktion als CDU Kreisvorsitzender.

Die Abstufung zu einer Polizeiwache würde bedeuten, dass am Abend und in der Nacht keine Polizeibeamten in der entsprechenden Wache sind.

Gerade im Rhein-Lahn-Kreis würden sich durch eine solche Abstufung die Anfahrtswege bei einer Einsatzlage erheblich verlängern und dies führt unweigerlich zu erheblichen Nachteilen.

Lammert hat die Meldung auch zum Anlass genommen und eine aktuelle Anfrage ans  Mainzer Innenministerium gestellt und hofft, dass die Antwort nicht doch noch eine, in Anspielung auf das obige Zitat, "Faustdicke Überraschung" mit sich bringt.

Pressemitteilung vom 03.08.2011

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