|
|
||||||||||||||||||||||||
|
|
||||||||||||||||||||||||
|
CDU-Stadtratsfraktion besucht den "Naturland"-Betrieb SinghofDurchschnittlich etwa 1500 Liter Bio-Milch liefert der Aussiedlerhof Singhof, ein anerkannter "Naturland"-Betrieb, täglich an eine Bioland-Molkerei. Und die zahlt mindestens 10 Cent mehr pro Liter als andere Molkereien für "normale" Milch. So lohnen sich auch größere Investitionen wie der gerade erst vorwiegend in Eigenleistung erstellte Bau einer 60 Meter langen Futtertenne für die rund 85 Milchkühe. Sie steht in Verbindung mit dem 30 Meter langen hochmodernen Freilaufstall mit Liegebuchten, Futterstationen, einem fast automatischen Melkstand und einer Anlage, an der sich die Kühe selbst reinigen können. Zusammen mit dem Ersten Beigeordneten Stefan Kunert besuchte die CDU Stadtratsfraktion den "Naturland"-Betrieb und ließ sich von Agrartechniker Manfred Singhof von der erhöht gebauten "Leitzentrale" aus eingehend informieren über den jüngsten Stand der Technik: Vom Melkstand aus fließt die Milch auf kurzen Wegen in einen Kühltank, wobei ein Computer die von jeder Kuh erbrachte Milchleitung exakt notiert und, zusammen mit dem Fettgehalt, daraus die optimale Kraftfuttermenge für jedes Tier errechnet und in dessen um den Hals hängenden "Transponder" übermittelt. Dieser wirkt wie eine Scheckkarte, allerdings ohne Kontoüberziehungsmöglichkeit. Jede Kuh kann sich also an den Kraftfutterstationen selbst "bedienen", bis das Tageskonto erschöpft ist. Unbegrenzt hingegen steht Zusatznahrung in der neuen Futtertenne zur Verfügung, die allen Tieren einen Fressplatz bietet. Zur Zeit gibt es, wie der "Altbauer", Landwirtschaftsmeister Erhard Singhof, den Besuchern erläuterte, ausschließlich Grünfutter statt der Silage im Winter. Auslauf haben die Tiere auf den ausgedehnten Weideflächen rund um den Hof. So schmeckt die Milch zur Zeit besonders lecker. - Der großzügige Anbau ermöglicht eine rationale Bewirtschaftung. Teleskoplader und Futtermischwagen können die Tenne befahren und so die schwere Handarbeit beim Füttern erleichtern. Natürlich interessierten sich die Besucher auch für die zahlreichen Kälber in den alten Stallgebäuden. Während die männlichen schon kurz nach ihrer Geburt in einer Abkalbbucht verkauft werden, landen die weiblichen zunächst in einem witterungsgeschützten Freiluft-"Kindergarten". Die Jüngsten erhalten die besonders gehaltvolle Muttermilch. Die Melkanlage garantiert auch einen hygienisch einwandfreien Direktverkauf der nach den strengen "Naturland"-Regeln erzeugten Kuhmilch an den Endverbraucher. Ein Liter kostet zur Zeit 60 Cent, bei Abnahme von fünf Litern 50 Cent. - Nach dem informativen Rundgang bedankte sich Fraktionssprecher Joachim Zeiler sehr herzlich bei Manfred Singhof und seinem Vater, der die Besucher nicht ohne ein "Prost" mit Birnenschnaps ziehen ließ.
Die CDU-Stadtratsfraktion und Beigeordneter Kunert sahen sich auf dem Bio-Hof Singhof um und genossen zum Abschluss ein Gläschen "Williams-Christbirne". Text u. Foto: Blaues Ländchen aktuell Verbandsgemeinde Nastätten • Winfried Ott - 16.10.2008 |
|
||||||||||||||||||||||
|
|
|
|||||||||||||||||||||||